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Monday, August 9. 2010Tiffu.com - Beschreibe dein Leben mit ein paar Status-Variablen
Zwischen einer Idee und deren Realisierung steht nicht selten ein langer steiniger Weg. Aber nicht immer. Zwischen meiner Idee von Samstag morgen und der ersten funktionierenden Version steht nur ein Wochenende, dass ich fast ausschließlich programmierend verbracht habe. Das Ergebnis kann man unter http://tiffu.com bestaunen.
Welche Idee steckt hinter dieser Seite? Ein Großteil aller Informationen, die man publizieren möchte, besteht aus einer einfachen Zahl, einen Wort, einem Datum oder einem Namen. Um eine solche Information zu publizieren ist ein Blog-Eintrag zu viel, Twitter ist zu flüchtig und eine Zahl auf einer statischen Webseite zu ändern ist auch lästig. Mit http://tiffu.com kann man diese Informationen übersichtlich und schnell präsentieren und sich zugleich auch eine Liste mit Informationen anderer Leute aufbauen, die man dann schnell und übersichtlich anschauen kann. Die zu präsentierenden Informationen können sehr vielfältig sein. Irgendwer macht sich vielleicht die Mühe und bietet die aktuellen Lottozahlen an, ein anderer hält den DAX-Kurs aktuell und wieder einer stellt die aktuellen Spritpreise der Tankstelle um die Ecke zur Verfügung. Manch einer möchte seinen aktuellen Lieblingsfilm empfehlen oder seinen neuesten Highscore eines bestimmten Spieles zum besten geben. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt und was nützlich ist und was nicht, entscheiden die User selbst, indem sie eine bestimmte Information beobachten oder auch nicht. Ich halte diesen Service eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. Es wird ein API geben, mit dem es möglich ist, Informationen automatisiert zu aktualisieren und abzufragen. Damit erweitert sich das Anwendungsgebiet dieser Idee enorm. Man wird sehen, was sich entwickelt, Ideen sind willkommen. Nun gebe ich die Seite zum Testen frei, man kann sich anmelden, einloggen und herumprobieren: http://tiffu.com Viel Spaß Saturday, May 29. 2010Das Internet ist eine Kloake
Ich will man die jetzige Situation beschreiben:
Ich gucke aus dem Fenster (ich kann auch ohne hingucken schreiben) und sehe grüne Bäume, eine Garten, ein lustig buntes Plastikhäuschen - Dorfidylle halt. Ich höre die Vögel zwitschern, hier und da kräht mal ein Hahn, hier fahren keine Autos vorbei, also ist es schön ruhig. Die Sonne scheint fleckchenweise durch die Wolken und schürt die Hoffnung, dass es heute nicht regnen wird. Auf meinem Schreibtisch steht lecker Kaffee, zwei der drei heute anwesenden Kinder schlafen noch, die Frau läuft geschäftigt hin und her - kurzum: Heile Welt. Continue reading "Das Internet ist eine Kloake" Friday, May 14. 2010Dinosauerier müssen sterben!
Bei Blip.fm spiele ich mit Vorliebe die Liste der Lieder ab, die ich geblippt habe und für die ich dann auch Props gekriegt habe. Heute habe ich gleich drei Titel in Folge gehabt, die "unavailable" sind. Find' ich ehrlich gesagt, voll beschissen. Auch, wenn man mal ein Lied sucht, das einen interessiert, findet man fast nur noch Live-Mitschnitte und Cover-Versionen. Bei irgendeinem Lied habe ich festgestellt, dass die Cover-Version auch gar nicht so schlecht ist und habe dann eben die geblippt.
Genau in dem Augenblick, als ich auf "BLIP" geklickt habe, hatte ich die Version vom endgültigen Untergang der Musikindustrie: Wenn die Stücke der bekannten Künstler im Internet nicht mehr auftauchen, sondern nur noch gecoverte Versionen und diese Covers immer besser werden, braucht bald keiner mehr diese Superstars. Selbst, wenn man als Independent-Künstler jetzt kaum Geld verdienen kann, könnte die selbstzerstörerische Geldgier der Musikindustrie doch bald dazu führen, dass dieser Dinsoaurier ausstirbt und die Indies ihre große Stunde haben. Ich sag': Lasst den Dinosauerier sterben! Füttert ihn einfach nicht mehr. Überhört sein Heulen und sein Flennen. Er wird ein bißchen um sich schlagen, wütend und zornig werden. Wenn ihn aber trotzdem niemand füttert, wird er immer schwächer und irgendwann tot umfallen. Sunday, May 9. 2010Wie ein Nerd feststellt, dass seine Frau weg ist
Auch echte Nerds, die 90% ihres bewussten Erlebens in irgendwelchen virtuellen Realitäten leben, kommen hin und wieder, wenn auch selten, in Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Bei einem Bruchteil dieser gegengeschlechtlichen Aufeinandertreffen kann schon auch die eine oder andere Beziehung entstehen, deren Ende selbstverständlich nicht lange auf sich warten lässt. Frauen brauchen Aufmerksamkeit und Zuwendung, die sie vielleicht anfangs auch kriegen, bis eben das nächste digitale Spielzeug geliefert wird. Nach einer Weile gehen dann die vernachlässigten Wesen enttäuscht ihre eigenen Wege und der Nerd kriegt das nach einer Weile auch mit:
Friday, February 26. 201010.000 Tweets later
Ab sofort benötigt mein Tweet-Counter bei Twitter 5 Stellen. Wenn man mal pro Tweet im Schnitt 100 Zeichen annimmt, kommt man auf 1.000.000 Zeichen, die ich in den letzen 14 Monaten getwittert habe. Ein dickes Buch. Ich kann mir selber kaum vorstellen, was ich da so alles getwittert habe. Vielleicht wäre ja mal eine statistische Analyse interessant. Aber da käme eh nur wieder so ein Unsinn raus wie bei allen statistischen Auswertungen wie zum Beispiel: 18% aller Stehpinkler tragen Feinripp mit Eingriff.
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