Nun hat es ein paar Tage gedauert, aber ich habe den nächsten Schritt absolviert: Ich habe meine Kohle verdoppelt. Aus 1 Cent wurden 2 Cent. Das klingt jetzt so, als wäre es albern. Ich empfehle, es einfach einmal zu versuchen. Die Frage lautet: Wie kann ich aus einem Cent zwei machen, ohne mein eigenes Geld einzubringen. Es gibt nur eine Reihe von Möglichkeiten:
1. Man wiederholt den ersten Schritt und findet einen weiteren Cent. Das kann natürlich dauern, weil heutzutage erstaunlicherweise gar nicht mehr soviel Geld auf der Straße liegt, wie man vermuten würde. Was Geld-auf-der-Straße-finden betrifft, sind Frauen jedenfalls klar im Vorteil. Warum auch immer, vielleicht laufen sie einfach nur öfter mit gesenktem Kopf durch die Gassen als Männer, die mit erhobenen Haupt durch die Straßen stolzieren - immer auf der Suche nach dem großen Glück und dabei das kleine übersehen.
2. Ich erzählen jemanden von der Idee, tausche einen Cent gegen zwei Cent und "erlaube" ihm, mit diesem Cent, aus dem einmal eine Million werden wird, anzufangen. Zwar hat er dann seinen ersten Cent nicht aus dem Nichts erhalten, dafür haben wir aber unseren Cent verdoppelt, ohne eigenes Kapital einzubringen. Merke: Bei diesem Spiel geht es darum, sein eigenes Kapital Schritt für Schritt zu verdoppeln und nicht das der anderen.
3. Man schließt eine Wette ab, bei man sich ganz sicher ist, dass man sie gewinnt und wettet einen gegen zwei Cent. Das kann man theoretisch so lange wiederholen, bis man niemanden mehr findet, der bereit ist, die entsprechende Summe zu investieren. Die Gefahr dabei ist natürlich der Totalverlust, wenn aus irgendeinem unerwarteten Grund doch nicht gewinnt, was ja immer mal vorkommen soll. Daher halte ich diese Methode nicht für die beste.
4. "Die Wege des Herrn sind unergründlich." Als alter Esoteriker löse ich das Problem auf mentale Art und Weise. Ich konzentriere mich nicht auf das Wie, sondern einfach nur auf den Zustand, den ich erreichen möchte: Anstatt eines Cents möchte ich zwei Cents in der Tasche haben und lasse den Rest geschehen. Nun ist folgendes passiert:
Nachdem ich den ersten Cent knapp zwei Wochen in meiner Hosentasche herumgetragen habe, war er heute morgen plötzlich weg. Ich dachte mir, "Das ist fies und ungerecht!" und habe ihn durch einen eigenen ersetzt. Als ich ins Büro kam, staunte ich nicht schlecht, als ich den verloren geglaubten Cent auf dem Schreibtisch liegen sah. Die Putzfrau hat ihn also nicht eingesteckt, als sie ihn gefunden hat, sondern auf den Schreibtisch gelegt, was ich zugegebenermaßen nicht gemacht hätte und ich schätze, sie auch nicht, wenn sie diese Methode gekannt hätte.
So kam dieser Cent auf wundersame Weise zweimal zu mir und ich würde jetzt einfach mal behaupten, das kann man als erfolgreiche Absolvierung des 2. Schritts durchgehen lassen. Jedenfalls habe ich durch diesen glücklichen Umstand jetzt zwei Cents in der Tasche, was ja auch meine Absicht war.
Nun sehe ich mit der nächsten Herausforderung konfrontiert, aus zwei Cents vier Cents zu machen ;o)
Vom Cent zur Million in 28 Schritten (Schritt 1/28)
Nun habe ich Schritt drei absolviert und meine zwei Cents auf vier Cents verdoppelt. Dafür hat man gar nicht so viele Möglichkeiten, weil man mit zwei Cents ja nichts kaufen kann, was man für vier Cents wieder verkaufen könnte. Also habe ich beschlossen,
Tracked: Aug 17, 14:10