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Wednesday, February 17. 2010Die verkehrte Welt eines gewissen Herrn WesterwelleTrackbacks
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Auch wenn deine Diktion nicht unbedingt die meine ist, in der Sache hast du sowas von recht! (Das war jetzt ein Kommentar Merkelscher Machart!)
Das Traurige ist, dass offensichtlich niemand in diesem Land bereit ist, diesem wildgewordenen Bübchengesicht Einhalt zu gebieten. Er weiß halt das Großkapital hinter sich...
Anmerkungen dazu:
Wir können in D Mindestlöhne einführen für all die Leistungen, die nur in D erbracht werden können. Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmer dann ziemlich kreativ werden, auch Dienstleistungen ins Ausland zu verlagern, wo der Gesetzgeber keinen Einfluss hat. Beispiel: Die Wäsche von Hotels wird nicht mehr in D gewaschen. Der Grund für das Fehlen von Mindestlöhnen ist auch darin zu finden, dass wir als Verbraucher dazu konditioniert werden, immer nach dem billigsten Anbieter zu suchen. Wir erwarten Preisverfall. Wir wollen also einerseits mehr verdienen, andererseits aber immer weniger oder zumindest gleich viel bezahlen. Für die Schliessung von Grundig etc. ist auch der deutsche Verbraucher verantwortlich. Nicht ausschliesslich, aber anteilig schon. Eine unendlich andauernde Produktivitätssteigerung funktioniert nicht. Erst recht nicht dort, wo die Steigerung auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird. Sei es durch mehr Leistungsdruck oder mehr Rationalisierung. Natürlich sind "die" Konzernbosse mehrheitlich zynisch und geldgierig und was auch immer. Aber sie sind auch ein Produkt unserer Gesellschaft. Die Aktionäre sind auch wir, denn es ist eine wachsende Zahl von Deutschen, die ihre Ersparnisse direkt oder indirekt in Investments anlegen und Rendite erwarten, ohne darüber nachzudenken, wo diese herkommt. Guido Westerwelle mag für viele die Inkarnation all dessen sein, was unser System schlecht macht. Die Frage ist: Wer fängt konkret an und macht es besser? Im Handeln, nicht nur im Schreiben? Umgekehrt: Wenn wir bereit sind, die aktuellen Zustände als gegeben hinzunehmen, besteht praktischerweise kein Handlungsbedarf. Ich sage das deshalb, weil die Bereitschaft der meisten, ihr Konsumverhalten und ihre Erwartungshaltung zu ändern, relativ gering ist, wenn dies mit weniger Komfort einhergeht.
Es ist sehr bequem, die Probleme em Bürger festzumachen, der ja nur sein Konsumverhalten ändern müsste, damit alles besser wird. Die Entscheider, Meinungsbildner und Verantwortlichen haben ja rein gar keinen Einfluss auf die Entwicklung.
Die Politiker und Konzernlenker können von Glück sagen, dass der Bürger so still hält. Es wird immer sorgfältig ausgetestet, wie weit die Politik gehen kann, dass es der Bürger gerade noch so erträgt, ohne auszurasten. Diese Grenze wird immer ein kleines Stückchen verschoben, gewartet, bis sich alle wieder beruhigt haben, um dann noch weiter ausgereizt zu werden. Am Wohlstand der kleinen Leute ändert sich wenig, wenn sie statt 4,5% 6% Rendite haben. Das bißchen was der normale Anleger erhält ist ein Bruchteil dessen, was die Banken aus dem Geld der Kunden rausholen können. Die machen das auch und behalten den Gewinn für sich. Deine Argumntation wäre mit der eines Schlägers vergleichbar, der auf sein Opfer einprügelt, weil es sich ja nicht wehrt.
Die Entscheider in der Politik sind nun mal das, was der Bürger gewählt hat. Gerade die Minarett-Debatte in der Schweiz zeigt, dass der Bürger sich nicht immer so verhält, wie die Intellektuellen es gerne sähen.
Und nochmal: Wenn Deutschland sich im Alleingang zu dem entschiede, was Deiner Ansicht nach richtig wäre, dann würden andere Länder das ausnutzen. Und dann wäre das Jammern und Wehklagen gross. Ich bin zu 90-85% von dem Personal enttäuscht, das in D Politik macht. Aus meiner Erfahrung heraus sind die meisten Konzernlenker ebenfalls menschlich und moralisch zweifelhaft, um das vorsichtig zu formulieren. Eben weil es nur um Rendite und Boni geht. Aber die Erfahrung zeigt immer wieder: Macht korrumpiert. Die allermeisten Menschen. Und es ist nicht bequem, die Probleme am Bürger festzumachen. Es ist unbequem, weil sich ja jeder an der eigenen Nase fassen muss, anstatt immer "die da oben" als Sündenbock festzumachen. Schau doch Dich an: Du bist da, wo Du bist, weil DU was in den Griff bekommen hast, nicht die anderen.
Nunja, die ganze Situation ist nun mal auch ein wenig festgefahren.... nimm doch einmal die Zeitarbeitsfirmen als Beispiel. Die Kundenfirmen zahlen an die Zeitarbeitsfirma mtl. einen vollen Lohn + Lohnnebenkosten. Davon wird die Mehrwertsteuer abgeführt - die ist beträchtlich höher als meine Lohnsteuer, die ich abführen müßte, wenn ich das Monatsgehalt bekommen würde.
Das Finanzamt profitiert also ganz erhebblich vom Niedriglohnsektor und für die Unternehmen macht es keinen Unterschied - wenn man davon absieht, daß sie die Personalverantwortung nicht haben. Mehr Geld als was sie zahlen müßten, wenn sie jemand direkt einstellen machen sie nicht, also "muß" HartzIV gesenkt werden, damit wieder so eine Art soziale Gerechtigkeit herrscht. Man könnte natürlich auch die prekären Arbeitsverhältnisse abschaffen - aber das wäre ja zu einfach und wäre mit Verllusten für den Staat verbunden Der Kronleuchter ging mir übrigens auf, als ich zu Leasingzeiten "meine" Rechnung neben einem Faxgerät gefunden habe. Und ich bin ja gar nicht neugierig... |
QuicksearchKategorienKommentareFri, 09.11.2012 18:47
Hier kann man noch was lernen!
Klasse Beitrag zum Thema reic
h werden und am Strand liegend
Cocktail trinken. Was b [...]
about Bitcoins für Einsteiger
Mon, 20.08.2012 20:20
Sehr schöner Podcast zum Thema
BitCoins, deren Erzeugung, us
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Tue, 03.04.2012 12:41
Super Tipps!!!!
Meine Schüler
hatten den Auftrag, Verhalten
sregeln für das Autofahren bei
Glatteis zu suchen, und [...]
Sat, 25.02.2012 18:54
echt lustig geschrieben, hat m
ir sehr gefallen.
" Sei der G
uru eines neuen Zeitalters, in
der es keine Armut mehr [...]
Sun, 16.10.2011 16:54
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